15.04.2026 | 1 Bild 1 Dokument

Luftfahrt-Investitionen auf Rekordniveau – Datenkoordination ist der Schlüssel

SITA-Studie zeigt klares Muster: Daten teilen und koordinieren treibt Innovation in KI, Sicherheit und Nachhaltigkeit voran
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Genf – SITA, der globale Spezialist für IT- und Kommunikationslösungen in der Luftfahrtbranche, hat seinen Air Transport IT Insights Report 2025 veröffentlicht: Laut Bericht investierte die Luftfahrtbranche im vergangenen Jahr weltweit eine Rekordsumme von 50,8 Milliarden US-Dollar in Technologie. Zugleich zeigt der Report eine zentrale Schwachstelle: Ohne nahtlosen Datenaustausch zwischen Systemen und Partnern bleibt das volle Potenzial dieser Investitionen ungenutzt. Angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, steigen die Kosten dieser Datenlücke weiter. Unternehmen, die jetzt in bessere Datenkoordination investieren, schaffen resiliente Grundlagen über aktuelle Störungen hinaus.

Weltweit investierten Fluggesellschaften und Flughäfen 2025 insbesondere in IT: Fluggesellschaften gaben 36 Milliarden US-Dollar aus, was 3,6 % ihres Umsatzes entsprach. Flughäfen erhöhten ihre IT-Ausgaben sogar auf 14,8 Milliarden US-Dollar, was 7,3 % des Umsatzes entspricht – ein Anstieg gegenüber 6,4 % im Vorjahr. Auch 94 % der Fluggesellschaften und 84 % der Flughäfen in Europa erhöhten ihre Ausgaben für Technologie 2025 im Vergleich zum Vorjahr. Grund für diese Investitionen ist in beiden Fällen derselbe: 83 % der Fluggesellschaften und 89 % der Flughäfen betrachten datenbasierte Entscheidungsfindung als strategische Priorität – ein klares Signal dafür, dass die Branche aktiv daran arbeitet, widerstandsfähiger zu werden.

Betriebszuverlässigkeit: Treiber finanzieller Leistung

Wenn der Betrieb nahe an der Kapazitätsgrenze läuft, verursachen Störungen unmittelbar finanzielle Kosten. Allein Flugverspätungen machen laut IATA 30 Milliarden US-Dollar des gesamten Branchenumsatzes aus. Die Verbesserung der Vorhersagen und der Reaktion auf Störungen ist entscheidend, weshalb die Datenintegration zunehmend aktiv angegangen wird: 46 % der Fluggesellschaften modernisieren ihre Flugbetriebssysteme, um Informationen in Echtzeit über Flug-, Besatzungs-, Flugzeug- und Passagiersysteme hinweg zugänglich zu machen. Ziel ist es, den operativen Teams einen gemeinsamen Überblick zu verschaffen, damit sie frühzeitig eingreifen können, bevor einzelne Verspätungen zu einem Problem für das gesamte System werden. Dennoch nennen 49 % der Fluggesellschaften Datenintegration und -konsistenz als das größte Hindernis, um dies zu erreichen.

Nur 34 % der europäischen Fluggesellschaften tauschen ihre Daten mit Partnern aus, gegenüber 75 % der Flughäfen. 61 % der europäischen Fluggesellschaften nennen den Datenaustausch zwischen Flughäfen, Fluggesellschaften und anderen Organisationen als eine der größten IT-Herausforderungen, und 55 % nennen die Datenintegration über mehrere Systeme hinweg.

KI schafft Mehrwert durch systemübergreifende Entscheidungen

KI wird bisher vor allem innerhalb einzelner Systeme effektiv eingesetzt und deutlich seltener dort, wo Entscheidungen Daten mehrerer Partner erfordern: Nur 17 % der Fluggesellschaften nutzen sie zur Echtzeitüberwachung von Umläufen, gegenüber 53 % der Flughäfen (36 % im Vorjahr). Das unausgeschöpfte Potential liegt dabei jedoch weniger in der Technologie als in der Datenausrichtung: Zwar nutzen 63 % der Fluggesellschaften KI in der Betriebssteuerung zur Analyse von Störungen, Flugzeug- und Personalplanung, doch 79 % priorisieren Investitionen in generative KI und LLMs im kommenden Jahr.

Mit der zunehmenden Vernetzung von Systemen über Betriebs- und Passagierprozesse hinweg verändern sich auch die Risiken von Cyberangriffen: Eine Sicherheitslücke betrifft nicht mehr nur eine einzelne Plattform, sondern kann die gesamte Verfügbarkeit und Integrität gemeinsam genutzter Daten einschränken. Entsprechend stufen 71 % der Flughäfen Cybersicherheit als wichtigsten IT-Schwerpunkt ein, 68 % nennen potenzielle IT-Risiken als Hauptgrund für Infrastruktur-Upgrades.

Digital Identity: Koordination als Engpass

Digitale Identitätslösungen werden immer verbreiteter. 64 % der Fluggesellschaften weltweit planen selbst ausgestellte Nachweise zu verwenden. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es 32 %. Biometrische Grenzkontrollen steigen voraussichtlich bis 2028 von 54 % auf 83 %. Der Engpass liegt jedoch auch hier in der Koordination. Ohne konsistente Datenübertragung über alle Schnittstellen hinweg bleibt der Nutzen trotz vorhandener Infrastruktur begrenzt.

Nachhaltigkeit: Fortschritt durch Datenverfügbarkeit

Nachhaltigkeitsmaßnahmen funktionieren dort, wo Daten und Entscheidungen kontrolliert werden: 83 % der Fluggesellschaften modernisieren ihre Flotten, 67 % nutzen nachhaltigen Flugkraftstoff an ausgewählten Standorten, und 75 % der Flughäfen überwachen den Energieverbrauch über Gebäudemanagementsysteme. Anwendungen mit hohem Abstimmungsbedarf – wie durchgängige Emissionserfassung und CO₂-Messung auf der Luftseite – bleiben hingegen mit unter 20 % deutlich zurück.

„Wir veröffentlichen diese Studie in einer Zeit, in der die Branche unter erheblichem Druck steht. In jedem untersuchten Bereich zeigt sich die gleiche Einschränkung: Wo Daten nicht frei zwischen Systemen und Partnern fließen, können Investitionen ihr volles Potenzial nicht entfalten. Diese Einschränkung ist heute mit höheren Kosten verbunden, bietet aber auch die Chance, gestärkt daraus hervorzugehen“, so David Lavorel, CEO von SITA.

„KI wird in der Luftfahrt bereits erfolgreich genutzt. Doch der Bericht zeigt deutlich: Die größte Hürde für die vollständige Ausschöpfung aller IT-Investitionen ist eine unzureichende Datenintegration über das gesamte Betriebssystem und alle Bereiche hinweg. Ob bei KI, Cybersicherheit, digitalen Identitätslösungen oder Nachhaltigkeit – die Technologie ist vorhanden, was oft fehlt, ist die vernetzte Infrastruktur. Datenkoordination ist damit keine Zukunftspriorität, sondern etwas, das uns heute noch einschränkt.“

 

Über SITA

Als technologischer Motor der Luftfahrtindustrie gestaltet SITA das Reisen per Flugzeug sicherer, einfacher und nachhaltiger. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern und Gebieten tätig. Rund 2.500 Kunden setzen an über 1.000 Flughäfen und in rund 19.600 Flugzeugen auf die Technologie von SITA. Das Unternehmen unterstützt über 70 Regierungen dabei, sichere Grenzen und reibungsloses Reisen zu vereinen. SITA verwaltet 45-50 % des branchenweiten Datenaustausches und sorgt so für ein hochkomplexes globales, zuverlässiges Netzwerk.

SITA verändert sich dynamisch: Von fortschrittlichem Self-Service und Betriebssteuerung über Flughafendesign bis hin zu digitalen Grenzen gestaltet das Unternehmen die nächste Reisegeneration – unterstützt durch Akquisitionen wie Materna IPS, ASISTIM und CCM. Darüber hinaus expandiert SITA mit Initiativen wie SmartSea in die Bereiche der Kreuzfahrt, der Bahn und in den urbanen Luftverkehr. Im Rahmen seiner ambitionierten Klimastrategie reduziert SITA jährlich die Emissionen um 4,2 % und strebt bis 2050 eine Netto-Null-Quote an. Die wissenschaftlich basierten Ziele sind vom SBTi validiert. Das Portfolio hilft Kunden zudem, ihren eigenen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren.

Weitere Informationen unter: www.sita.aero

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Hanna Lücking
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