Neue Lösung verlagert Grenzentscheidungen vor die Ankunft und ermöglicht einen reibungsloseren Grenzübertritt
GENF – SITA, der IT- und Kommunikationsspezialist der Luftfahrtbranche, stellt die SITA Border Flow Lane vor. Die neue Lösung verändert den traditionellen „Stopp-and-Check“-Ansatz an der Grenze: Statt Reisende an einem Gate oder Kontrollpunkt anzuhalten und ihre Dokumente zu prüfen, werden sie bereits vor der Abreise und bei der Ankunft automatisiert überprüft. Das Ergebnis: Die Grenzkontrolle kann bis zu achtmal schneller als mit herkömmlichen E-Gates erfolgen. Vertrauenswürdige Reisende bleiben in Bewegung, während Grenzbeamte ihre Ressourcen gezielter auf Fälle konzentrieren können, die eine weitergehende Prüfung erfordern.
Die Einreise als reibungsloses Erlebnis
Seit Jahrzehnten investieren Grenzbehörden in Technologien, um drei grundlegende Fragen schneller und zuverlässiger zu beantworten: Darf diese Person reisen? Wer ist sie? Und was wissen wir über ihre Reise?
Heute liegen bereits vor dem Abflug mehr Informationen über einen Reisenden vor als je zuvor. Dadurch können viele Entscheidungen, die bislang erst an der Grenze getroffen wurden, bereits im Vorfeld vorbereitet oder getroffen werden. Die entscheidende Frage lautet daher: Wenn die notwendigen Informationen bereits vorliegen und eine Einreiseentscheidung vor der Ankunft getroffen werden kann – warum sollte jeder Reisende an der Grenze noch anhalten und seine Dokumente vorlegen müssen?
Genau hier setzt Border Flow Lane an. Die Lösung ermöglicht einen Grenzübertritt, bei dem physische Stopps zunehmend zur Ausnahme werden. Reisende, deren Identität und Reise bereits überprüft wurden, können die Grenzkontrolle deutlich schneller passieren, während Grenzbeamte ihre Aufmerksamkeit auf die Fälle richten, die eine genauere Prüfung erfordern.
Border Flow Lane: Grenzentscheidungen vor der Ankunft
Border Flow Lane ist die neueste Innovation von SITA im Bereich des digitalen Grenzmanagements und basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Nutzung hochwertiger Passagierdaten sowie auf Erkenntnissen aus der Zusammenarbeit mit Regierungen und Grenzbehörden. Die Lösung entwickelt den digitalen Grenzprozess weiter: Grenzentscheidungen werden zunehmend vor die Ankunft verlagert, während physische Kontrollen gezielter eingesetzt werden können.
Für Grenzbeamte bedeutet dies eine effizientere Nutzung ihrer Ressourcen. Mehr als 75 Prozent der Reisenden können bereits vor der Abreise freigegeben werden. Dadurch gewinnen Beamte Zeit für die Fälle, die eine intensivere Prüfung erfordern. Gleichzeitig behalten die zuständigen Behörden die volle Entscheidungsgewalt und können Reisende jederzeit anhalten und einer weitergehenden Kontrolle unterziehen.
Auch für Flughäfen und Grenzbehörden entstehen zusätzliche Kapazitäten. Jeder Reisende, der die Grenzkontrolle passiert, ohne an einem Kontrollpunkt anhalten zu müssen, schafft Kapazität für den nächsten. So können mehr Reisende die bestehenden Einreisebereiche passieren, ohne dass unmittelbar zusätzliche Infrastruktur erforderlich ist.
Mehr Effizienz, nicht weniger Vertrauen
Die Vorteile von Border Flow Lane gehen über eine schnellere Abfertigung hinaus. Die Lösung wurde entwickelt, um den Passagierdurchsatz zu erhöhen, ohne Abstriche bei Sicherheit, Datenschutz, Reisefreiheit oder staatlicher Kontrolle zu machen. Reisende entscheiden selbst, ob sie sich für die Nutzung autorisierter biometrischer Daten registrieren und diese verwenden möchten. Gleichzeitig behalten Grenzbehörden die vollständige Kontrolle über die Identitätsprüfung und die Entscheidung über die Einreise. Für Reisende bedeutet das vor allem: weniger Stopps, weniger Unterbrechungen und mehr Zeit für die eigentliche Reise.
"Die Luftfahrtbranche kann sich nicht aus jeder Kapazitätsherausforderung herausarbeiten", so Pedro Alves, Senior Vice President für Grenzen bei SITA. "Die Nachfrage der Reisenden verändert sich kontinuierlich, die Flughafeninfrastruktur dagegen nicht. Die Möglichkeit besteht darin, bessere Entscheidungen bereits vor der Ankunft der Reisenden zu treffen. So können vertrauenswürdige Reisende weiterreisen, während gleichzeitig zusätzliche Kapazität aus der bestehenden Infrastruktur gewonnen wird. Stopps werden zur Ausnahme, nicht zur Regel."
Über SITA
Als technologischer Motor der Luftfahrtindustrie gestaltet SITA das Reisen per Flugzeug sicherer, einfacher und nachhaltiger. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern und Gebieten tätig. Rund 2.500 Kunden setzen an über 1.000 Flughäfen und in rund 19.600 Flugzeugen auf die Technologie von SITA. Das Unternehmen unterstützt über 70 Regierungen dabei, sichere Grenzen und reibungsloses Reisen zu vereinen. SITA verwaltet 45-50 % des branchenweiten Datenaustauschs und sorgt damit für ein hochkomplexes, globales, zuverlässiges Netzwerk.
SITA verändert sich dynamisch: Von fortschrittlichem Self-Service und Betriebssteuerung über Flughafendesign bis hin zu digitalen Grenzen gestaltet das Unternehmen die nächste Reisegeneration – unterstützt durch Akquisitionen wie Materna IPS, ASISTIM und CCM. Darüber hinaus expandiert SITA mit Initiativen wie SmartSea in die Bereiche der Kreuzfahrt, der Bahn und des urbanen Luftverkehrs. Im Rahmen seiner ambitionierten Klimastrategie reduziert SITA jährlich die Emissionen um 4,2 % und strebt bis 2050 eine Netto-Null-Quote an. Die wissenschaftlich basierten Ziele sind vom SBTi validiert. Das Portfolio hilft Kunden zudem, ihren eigenen CO₂-Fußabdruck zu reduzieren.
Weitere Informationen unter: www.sita.aero