25.03.2025 | 3 Bilder

Umfrage: Liquiditätsengpässe wurden 2024 kritischer

Jeder Zweite mit eher oder sehr kritischen Liquiditätsengpässen / Zahl und Bedeutung von Zahlungsverzögerungen und -ausfällen steigt / Zusätzliche Lösungen zur Liquiditätssicherung ge
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2024 kam es bei jedem zweiten Betrieb der Metall- und Elektroindustrie (M&E-Industrie) in Deutschland (50 Prozent) zu eher kritischen oder sogar sehr kritischen Liquiditätsengpässen. Das ergab eine Umfrage der Close Brothers Factoring GmbH aus Mainz unter 200 Unternehmen der Branche. Damit war die Lage etwas schwieriger als 2023, wo insgesamt 44 Prozent der Befragten eher kritische oder sehr kritische Liquiditätsengpässe erlebten.

Im Rahmen der Entwicklung im letzten Jahr nahm der Anteil der Unternehmen mit sehr kritischen Liquiditätsengpässen, von denen 2023 noch 17 Prozent betroffen waren, zwar auf 6 Prozent ab. Im Gegenzug stieg jedoch der Anteil der Betriebe mit eher kritischen Liquiditätsengpässen von 27 Prozent auf 44 Prozent. Eher unkritisch waren die Engpässe nur bei 5,5 Prozent der Befragten (2023: 13 Prozent) und völlig unkritisch nur bei 2 Prozent (2023: 4 Prozent).

Die Umfrage ergab zudem, dass alle befragten Betriebe mit Zahlungsausfällen und -verzögerungen konfrontiert waren, wobei 48 Prozent Zahlungsausfälle und 76,5 Prozent Zahlungsverzögerungen erlebten. Die Zahl der Zahlungsausfälle wuchs dabei insgesamt an: 38,5 Prozent der Unternehmen beobachteten mehr, nur 11,5 Prozent weniger Ausfälle als 2023. Bei den Zahlungsverzögerungen gab es dagegen einen Rückgang: Hier erlebten 23 Prozent der Betroffenen mehr, aber 38 weniger Fälle.

Entsprechend diesen Erfahrungen zählten Zahlungsausfälle für 25 Prozent der Betriebe im letzten Jahr zu den fünf wichtigsten Gründen für ihre Liquiditätsengpässe. Weitere 20 Prozent zählten auch Zahlungsverzögerungen dazu. Gegenüber 2023 ist das ein Anstieg der Nennungen um 5 Prozent bei den Ausfällen (2023: 20 Prozent) und um 3,5 Prozent bei den Verzögerungen (2023: 16,5 Prozent).

Zusätzliche Maßnahmen zur Liquiditätssicherung

Um ihre Liquidität zu gewährleisten oder zu verbessern, nutzten gut sieben von zehn befragten M&E-Betrieben (71,5 Prozent, 2023: 64,5 Prozent) zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten oder externe Dienstleister. Dabei griffen sie verstärkt vor allem auf Factoring zurück: Deutlich über die Hälfte der Unternehmen (56 Prozent, 2023: 33 Prozent) entschied sich für den regelmäßigen Verkauf von Forderungen an einen Dienstleister. 2023 waren dies noch 33 Prozent.

Aber auch die andere Lösungen wurden verstärkt eingesetzt: Auf Rechtsanwälte und Inkassodienste setzten 47,5 Prozent (2023: 26,5 Prozent), auf Sale-and-Lease-Back-Angebote 45,5 Prozent (2023: 35 Prozent) und auf den Verkauf von Anlagevermögen an Händler oder andere Nutzer 35,5 Prozent (2023: 24 Prozent). Bei den Krediten blieb das Niveau mit 38,5 Prozent dagegen in etwa gleich hoch wie 2023, wo 39,5 Prozent der Befragten diese Geldbeschaffungsform wählten.

„Die Umfrage zeigt klar, dass die Liquiditätslage für viele M&E-Betriebe im letzten Jahr nochmal deutlicher kritischer wurde“, so Detlef Küßner, Geschäftsführer der Close Brothers Factoring GmbH. „Auch Zahlungsverzögerungen und -ausfälle trugen vermehrt erheblich zu Engpässen bei, weswegen es nicht wundert, dass 2024 noch mehr Unternehmen Factoring wählten, um ihre Liquidität zu verbessern. Gerade auch bei einem an sich belastbaren Geschäftsmodell mit wachsenden oder gleichbleibenden Umsätzen bietet dieses Instrument erhebliche Vorteile.“

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Über Factoring: Mittels Factoring, dem regelmäßigen Verkauf von Forderungen an einen Dienstleister wie Close Brothers Factoring, lässt sich bankunabhängig und zuverlässig die eigene Liquidität sichern und die Eigenkapitalquote auf einem guten Niveau halten. Durch die regelmäßigen, planbaren Zahlungseingänge können Betriebe außerdem größere Warenmengen mit kürzeren Zahlungszielen und damit zu besseren Konditionen erwerben. Da der Finanzdienstleister alle Forderungen direkt und zeitnah begleicht, sind darüber hinaus längere Zahlungsziele für Abnehmer möglich – ein zusätzliches, oft entscheidendes Verkaufsargument. Hinzu kommt, dass das Ausfallrisiko durch den Verkauf der Forderungen vollständig auf den Factor übergeht.

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Über Close Brothers Factoring: Die Close Brothers Factoring GmbH ist ein Tochterunternehmen der größten unabhängigen britischen Handelsbank, der Close Brothers plc., mit Sitz in Mainz. Seit 20 Jahren ist der Dienstleister in Deutschland etabliert. Weitere Informationen: www.closebrothers-factoring.de

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Liquiditätsengpässe in der Metall- und Elektrobranche 2024
2 807 x 1 956 © Close Brothers Factoring
Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung in der Metall- und Elektrobranche 2024
2 807 x 1 956 © Close Brothers Factoring
Detlef Küßner, Geschäftsführer der Close Brothers Factoring GmbH
2 432 x 1 622 © Foto Rimbach GbR


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(6) Erik Biewendt
Erik Biewendt
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